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Festliches Konzert zum 17. Gründungstag
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer,
heute ist ein schöner Tag! Wir feiern den 17. Gründungstag des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung. Der eine oder andere wird sagen: 17 Jahre? Was ist das schon? Kein Grund zu feiern! Angesichts der äußeren und inneren, der personellen und finanziellen Bedingungen, unter denen wir unsere Arbeit vor 17 Jahren begonnen haben und unter denen wir bis heute arbeiten, ist jedes Jahr, in dem wir unsere Arbeit fortsetzen können, ein Erfolg und ein schöner Grund zu feiern.
Wir können heute mit einigem Stolz sagen: Wir haben durchgehalten, gerade dann, wenn uns der Wind ins Gesicht geblasen hat und einige meinten, es ginge nicht mehr weiter. Das aber war nur möglich, weil wir nicht nur gute Nerven und einen langen Atem bewiesen, sondern weil wir Menschen an unserer Seite wussten, die unsere Arbeit schätzen gelernt haben und davon überzeugt sind, dass es gut ist, dass es uns gibt.
Meine Damen und Herren liebe Freunde, mit unserem Festlichen Konzert aus Anlass unseres 17. Gründungstages wollen wir Ihnen allen danken und uns allen eine Freude machen. Dies wurde möglich durch die Unterstützung der Künstler, die das Programm gestalten werden und freundlicherweise auf ihre Gage verzichten. Mein besonderer Dank gilt dem Kantor und Musiklehrer Dietrich Schönherr. Mit ihm verbindet mich eine lange Freundschaft. In der 6. Klasse haben wir uns in der Domschule in Brandenburg an der Havel kennengelernt und in Brandenburg gemeinsam die Erweitere Oberschule besucht. Nicht nur einmal haben wir gemeinsam im Sportunterricht gelitten, wenn es an Reck, Barren oder Bock gehen sollte. Herzlichen Dank sage ich auch seinem Bruder Dr. Johannes Schönherr, der es geschafft hat, auch seine Frau Bettina Sitte und seine Nichte Juliane Sprengel für unser Benefizkonzert zu gewinnen.
Nicht zuletzt möchte ich der St. Thomas-Gemeinde für ihre Gastfreundschaft und besonders Herrn Pfarrer Müller und dem Kantor Herrn Maibauer danken, die uns hier mit offenen Armen empfangen haben.
Mein besonderer Gruß gilt den ehemaligen und derzeitigen Mitgliedern des Vorstands unseres Träger- und Fördervereins mit Bischof a. D. Axel Noack als Vorsitzenden.
Ganz herzlich begrüße ich Prof. Horst Dähn, der mit mir vor 17 Jahren eine ungewöhnliche deutsch-deutsche Zusammenarbeit entwickelt hat und mit mir zusammen das Institut seither leitet. Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung durch ihn und seine Gattin, Frau Dr. Ursula Dähn, hätte das Institut längst seine Tore schließen müssen. Dafür auch Frau Dähn mein besonderer Dank.
Ebenso herzlich begrüße ich alle ehemaligen und derzeitigen Mitarbeiter sowie alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Instituts. Ich freue mich, dass Frau Ingrid Grobolle gekommen ist. Sie gehört zu jenen Mitarbeitern, mit denen wir 1994 mit viel Elan und Pioniergeist in der Planckstraße 20 unsere Arbeit begonnen haben.
Hier ist nicht der Ort und die Stunde, alle Buchtitel aufzuzählen, die bei uns erschienen sind, alle Veranstaltungen zu nennen, zu denen wir eingeladen haben, an alle Referenten aus dem In- und Ausland zu erinnern, die bei uns aufgetreten sind. Hier ist auch nicht der Ort und die Stunde auf alle die zu verweisen, die sich bei uns wissenschaftlichen Rat geholt haben und um Interviews gebeten haben. Hier ist auch nicht Ort und Stunde, die Namen der über 100 Mitarbeiter aufzuzählen, die in 17 Jahren bei uns in der Hoffnung gearbeitet haben, anschließend auf dem so genannten 1. Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können.
An einem so schönen Tag wie heute ist hier sehr wohl der Ort und die Stunde, an jene zu erinnern, die unseren Weg begleitet haben und nicht mehr unter uns sind:
  • an Bischof Albrecht Schönherr, der zu unserer Freude immer von "Unserem" Institut sprach;
  • an Winfried Staar, den Türenöffner und Mutmacher;
  • an Marianne Regensburger, die mutige Journalistin und Mitstreiterin in der Reihe "Abendgespräche über Gott und die Welt";
  • an OKR Christa Lewek, für die das Institut mehr war als nur eine x-beliebige Forschungsstelle;
  • an Reinhard Henkys, den kritischen Begleiter und Moderator mehrerer Institutsveranstaltungen;
  • an Pfarrer Johannes Althausen, den späten Freund und Mitdenker;
  • an Pfarrer Max-Ottokar Kunzendorf, unser langjähriges, treues Vereinsmitglied;
  • an Lore Horn, die die Türen der Quäker für uns weit aufgemacht hat, als wir eine bescheidene Hütte für unser Institutsprojekt suchten
  • und nicht zuletzt an die inzwischen verstorbenen Mitarbeiter unseres Instituts: Prof. Dr. Rolf Richter, Dr. Olaf Stoye und Bohumil Kostal, die wertvolle Arbeit für unser Institut geleistet haben.
"Mit 17 hat man noch Träume", hieß es einst in einem bekannten Schlager. Obwohl ich schon etwas älter bin, muss ich Ihnen gestehen: Auch ich habe noch Träume: Lassen Sie uns in drei Jahren wieder zusammenkommen, um gemeinsam den 20. Gründungstag unseres Instituts zu feiern!
Uns allen wünsche ich einen schönen Abend und danke Ihnen nochmals, dass Sie gekommen sind und mit Ihrer Teilnahme und Ihren großzügigen Spenden dazu beigetragen haben, die Existenz des Instituts auch über das Jahr 2011 zu sichern.
Dr. Joachim Heise