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Festliches Konzert zum 17. Gründungstag
Im Rahmen eines Studien- und Dialogprogramms der Konrad-Adenauer-Stiftung für hochrangige Vertreter der christlichen Kirchen Rumäniens besuchten am 3. Mai 2011 Prof. Dr. Radu Preda (Fakultät für Orthodoxe Theologie der Universität Klausenburg), Prof. Dr. Wilhelm Danca (Römisch-Katholisches Theologisches Institut in Iassy), Prof. Dr. Alin Tat (Fakultät für griechisch-katholische Theologie der Universität Klausenburg), PS Vasile Somesanul (Weihbischof der orthodoxen Erzdiözese Klausenburg) und Dr. Daniel Zikeli (Bischofsvikar, evangelischer Stadtpfarrer von Bukarest) das Institut. Empfangen wurde die Gäste im Auftrag des Vorsitzenden des Trägervereins des Instituts und der Institutsleitung von der Stellevertretenden Vorsitzenden des Trägervereins Ute Grauerholz sowie von Prof. Dr. Hans-Dieter Döpmann (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats) und Prof. Dr. Horst Dohle (Mitglied des Trägervereins). Ute Grauerholz erläuterte den Gästen die juristische Konstruktion des Instituts, seinen unabhängigen überparteilichen, überkonfessionellen und außeruniversitären Charakter und informierte über Arbeitsfelder und Arbeitsergebnisse des Instituts in fast 18 Jahren seiner Existenz. Sie ging auch auf die Finanzierung des Instituts ein und bedauerte, dass gerade für die Auslandsarbeit zu wenige Mittel zur Verfügung stünden. Umso mehr freue sie sich, dass erst durch die Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung der Besuch der rumänischen Gäste möglich wurde. Die von Historikern geprägte Arbeit des Instituts, die die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung sichere und die Nutzung der fachlichen Kompetenz kirchlicher und säkularer Forscher und Zeitzeugen möglich mache, stieß bei den rumänischen Gästen auf reges Interesse. Sie bedauerten, dass es in ihrer Heimat ein ähnlich strukturiertes Institut, das den Dialog über konfessionelle Grenzen möglich mache, nicht gebe. Die zahlreichen Fragen der Gäste bezogen sich u. a. auf die ökumenische Zusammenarbeit des Instituts, auf die Wahrnehmung des Instituts durch die Kirchen und die deutsche Öffentlichkeit insgesamt sowie die Beziehungen des Instituts zu Parteien und deren Stiftungen. Gefragt wurde auch, ob die Kirchen in Ostdeutschland sich der Aufarbeitung ihrer jüngsten Geschichte aus eigenem innerem Bedürfnis oder nur unter Druck der Öffentlichkeit gestellt hätten. Dabei ging es auch um den Stellenwert, der Dokumenten des Staatssicherheitsdienstes für die Geschichtsaufarbeitung in Deutschland beigemessen werde. Die Gäste interessierten sich außerdem für die Luther-Ehrungen 1983 in der DDR, die Reaktionen der Moskauer Führung auf die Kirchenpolitik der DDR sowie die Auswirkungen der deutschen Zweistaatlichkeit auf das kirchenpolitische Handeln der Ostberliner Führung. Schließlich spielte in dem Gespräch auch die Frage eine Rolle, wie die damaligen Akteure und heutigen Zeitzeugen mit eigener Schuld und Versagen umgehen. Angeregt wurde eine weitere Zusammenarbeit.
Ihr
Dr. Joachim Heise